Interreg IIIA

Erfolgreiches grenzübergreifendes Städtenetzwerk 

Deutsche, österreichische und schweizerische Stadtverwaltungen lernen voneinander – Treffen der Bürgermeister im Rahmen des Interreg-Projektes „Lernende Verwaltung“ auf der Mainau.

Mit dem Treffen der Stadtoberhäupter der im Interreg-Projekt „Lernende Verwaltung“ teilnehmenden Städte am 29. Januar 2004 wurde der Startschuss zu einer noch stärkeren Vernetzung der Städte gegeben. Bis zum Jahr 2006 soll ein seeübergreifendes Kompetenznetz zwischen den Stadtverwaltungen geknüpft werden.

An dem seit Mitte 2003 laufenden Projekt sind aus Deutschland die Städte Konstanz, Radolfzell, Überlingen und Friedrichshafen beteiligt, aus der Schweiz Kreuzlingen und Schaffhausen und aus Österreich ist die Stadt Feldkirch dabei. Die Europäische Union und die Schweiz fördern das Projekt bis 2006 mit ca. 250 000 € im Rahmen des Programms Interreg IIIa Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein, die Kommunen bringen gemeinsam den gleichen Betrag auf.

Durch das Projekt lernen die Stadtverwaltungen voneinander. Ziel des Wissensaustausches ist, wechselseitig die jeweiligen Stärken der Partnerstädte zu nutzen. Durch Lernpartnerschaften, gemeinsame Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen und Workshops werden Kontakte und Kooperationen zwischen Mitarbeitern entwickelt.

Seit August 2003 wurden bereits über 200 städtische Mitarbeiter und Führungskräfte auf gemeinsamen Schulungen im Rahmen des Projektes qualifiziert. Im Vordergrund der Weiterbildungsmaßnahmen steht die Bürgerorientierung und Bürgerservice sowie mitarbeiterorientierte Führungstechniken.

Durch den bereits stattfindenden Austausch sind zahlreiche weitere Kooperationen zwischen den beteiligten Städten entstanden. Insbesondere bei der Einführung von Personalentwicklungsinstrumenten, bei der ökologischen Beschaffung und der Verwaltungskultur haben sich Mitarbeiter städteübergreifend zusammen gefunden, um die Reformprozesse gemeinsam voran zu treiben.

Mit dem Bürgermeistertreffen auf der Mainau ist die Basis für weitere Vernetzungsschritte geschaffen worden. Ziel ist es, den Austausch und die Kooperation mit den Partnerstädten in allen Verwaltungen zum täglichen Arbeitsmittel zu machen.

Mit einem Internetportal für die Mitarbeiter wird der Grundstein für ein Wissensnetzwerk gelegt. Mit einer Großkonferenz aller Stadtverwaltungen werden gemeinsame Strategien für mehr Bürgernähe und Kundenorientierung entwickelt. Darüber hinaus wird ein gemeinsames System zur Mitarbeiterförderung geschaffen werden.

Für sich selbst planen die Bürgermeister ebenfalls einen intensiven Austausch. Sie wollen sich im Herbst 2004 zu einem Folgetreffen zusammenfinden und über die strategischen Herausforderungen für die Städte in der internationalen Bodenseeregion beraten.

Newsletter Konstanz: Mo 2.2.2004

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Stand: 14.05.2007